Jivamukti Yoga – befreite Seele

Jivamukti Yoga – befreite Seele

Jivamukti (sprich: dschi-waa-muck-ti) wurde in den 80-er Jahren von Sharon Gannon und David Life in New York gegründet. Beide waren Schüler von Pattabhi Jois, der Ashtanga Yoga groß gemacht hat. Jivamukti entspringt also auch dem Ashtanga Yoga. Ich finde, Jivamukti ist nicht nur ein Trend sondern aktueller und zeitgemäßer denn je.

Jiva = individuelle Seele

Mukti = Befreiung

 

Vorab kann ich schonmal sagen, dass Jivamukti Stunden körperlich sehr fordernd sind. Man praktiziert in jeder Stunde z.B. 3x Dhanurasana („Rad“, siehe Bild oben) hintereinander oder auch Handstand etc. Und du weißt in Shavasana (Endentspannung) was du körperlich geschafft hast aber nicht nur die fließenden und sinnvoll aufgebauten Asana-Sequenzen und die fancy Playlisten machen Jivamukti Yoga so interessant. Vielmehr das „Yoga off the mat“ (Yoga praktizieren außerhalb der Matte) finde ich spannend, denn da kommt jetzt die Yogaphilosophie mit ins Spiel.

Jivamukti Yoga baut auf 5 Säulen auf:

  • Ahimsa = Gewaltlosigkeit; damit ist ein mitfühlender, gewaltfreier Lebensstil gemeint, der Mensch, Tier und Umwelt einschließt. Vegetarismus/ Veganismus spielt hier eine große Rolle
  • Bhakti = selbstlose Hingabe an etwas Höheres z.B. durch Mantrensingen
  • Dhyana = Meditation
  • Nada = Klang, die Fähigkeit des Zuhörens soll geschult werden durch die Stimme des Lehrers, durch Klänge wie Musik und Tonaufnahmen
  • Shastra = Yoga Philosophie und Sanskrit, der sich am Monatsthema/ Monatsfokus orientiert, der weltweit gleich ist

 

Warum begeistert mich Jivamukti so?

Ich habe zwei Bücher von Sharon Gannon gelesen, die ich dir nur empfehlen kann:

  • „Yoga der Befreiung – Das Praxisbuch des Jivamukti Yoga“

Hier wird dir nochmal alles ganz genau über Jivamukti Yoga und die Hintergründe erklärt.

 

  • Yoga und Vegetarismus“

Das ist ein kleines, dünnes Buch, was du schnell durchlesen kannst und welches so anschauliche Beispiele hat, was Fleischkonsum mit der Umwelt, mit dem Tier an sich und mit dir macht und warum es ethisch nicht vertretbar ist tierische Produkte zu konsumieren.

 

Ich liebe natürlich die körperlich fordernde Praxis und gehe gerne an meine Grenzen aber ich liebe auch die Philosophie drumherum. Nach jeder Jivamukti Stunde fühle ich mich nicht nur leicht und befreit sondern nehme auch wieder neue Denkanstöße mit in den Alltag. Ich kann hinter allen Säulen ausnahmslos stehen! Für mich ist es ein sehr schöner Lebensstil, der nicht auf Selbstdisziplin, Härte und Strenge baut. Ich liebe es Mantren zu hören und zu singen. Ich liebe es neue Impulse zu bekommen und darüber nochmal zu sinnieren und ich mag es mittlerweile in Stille mit mir selbst zu sein.

 

Namasté, Lisa

Hinterlasse einen Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.