Start your day right… Mein Morgenritual

Start your day right… Mein Morgenritual

Überall fliegt mir dieses Wort “MORGENROUTINE” um die Ohren, sei es in den sozialen Medien, wo alle ihre Morgenroutine abfilmen und zeigen und nebenbei Produkte bewerben oder sei es in Podcasts oder auch in Büchern.

Und nach und nach hat sich eine gewisse Abneigung gegen dieses Wort entwickelt. Routine steht für mich für etwas sich immer wiederholendes und langweiliges. Etwas was ich machen MUSS aber nicht wirklich Spaß daran habe. Für mich ist Routine leidenschaftslos.

Ein Ritual hingegen gibt mir Sicherheit, Geborgenheit und ist etwas sehr Vertrautes. Rituale werden gefeiert. Und auch ich feier mein Morgenritual.

 

Warum habe ich ein Morgenritual?

Ich kann es nicht ganz leugnen aber überall über diese Morgenroutine zu lesen und selbst keine zu haben, hat etwas in mir gemacht. Das Gefühl mir fehlt etwas machte sich in mir breit.

Ich habe einen Mangel!

Ich hatte das Gefühl, alle die eine Morgenroutine haben sind ausgeglichener als ich, ehrgeiziger als ich und erreichen ihre Träume und Ziele viel einfacher und schneller als ich. Es erzeugte Druck und Anspannung in mir.

Ich habe mir dann vorgenommen, dieses Phänomen “Morgenroutine” mal für 4 Wochen auszuprobieren. Es passte auch ziemlich gut mit meinem Vorhaben eine regelmäßige Meditationspraxis zu etablieren gut zusammen.

 

Wie sieht mein Morgenritual aus?

Mein Morgenritual besteht aus Bewegung, Atmung, Meditation und Journaling (Tagebuch schreiben). Die Reihenfolge gestalte ich variabel, je nachdem wie die Nacht war. An manchen Morgenden tut es gut mit Bewegung zu starten an anderen Tagen starte ich mit Meditation. Ich möchte hier offen und flexibel bleiben weil mich manchmal diese starre Struktur auch einschränkt.

Meditationspraxis

Meine Meditationspraxis dauert ca. 10- 20 Minuten und meistens mache ich eine geleitete Meditation.

Journaling & Gedankenaustausch

Nach meiner Meditationspraxis kommt immer mein Journal zum Einsatz. Ich beginne immer mit einer Dankbarkeitspraxis.

Für was bin ich gerade dankbar?

Ich finde es so wichtig dankbar zu sein. Mir bewusst zu sein, wofür ich alles dankbar bin, was ich alles wertschätze und wie gut mein Leben doch ist auch wenn es manchmal nicht so scheint. Es bringt mich gleich wieder runter und erdet mich total. Ich werde demütig dem Leben gegenüber wenn ich meine Dankbarkeitspraxis mache.

Positives Bewusstsein schaffen & Ziele, Träume fokussieren

Danach lese ich mir meine Affirmationen durch. Affirmationen sind positive Aussagen, die dein Bewusstsein (mindset) positiv nachhaltig verändern. Ich versuche gerade sozusagen mein Gehirn umzubauen. Negative, blockierende Glaubenssätze aufzulösen und neue, positive Gedanken zu setzen.

Desweiteren habe ich mir meine Visionen, Träume und Ziele verschriftlicht und auch diese lese ich mir jeden Morgen durch, füge neue hinzu, hake Erreichtes ab und versuche auch hier fokussiert zu bleiben. Früher habe ich meine Ziele und Träume nicht wirklich aufgeschrieben und wenn, dann habe ich sie schnell wieder vergessen.

Aus den Augen- aus dem Sinn.

Ich bin wirklich davon überzeugt, wenn man seine Ziele und Träume sich jeden Tag vor Augen führt, dass sich da auch etwas im Gehirn verändert. Ich stelle es mir wie eine Pflanze vor. Der Samen ist gesetzt und jetzt nähre ich mein Pflänzchen jeden Tag und kümmer mich darum. Ich nehme mir jeden Tag Zeit für diese Pflanze und gebe ihr alles, dass sie wachsen und stark werden kann. Wenn ich mich nur einmal im Monat um diese Pflanze kümmer, dann wächst sie vielleicht nicht so schnell oder geht möglicherweise ganz ein. Es ist Wahnsinn, was die Kraft deiner Gedanken alles ausmachen kann.

Bewegungspraxis

Meine Bewegungspraxis besteht gerade hauptsächlich nur aus Yoga. Früher bin ich morgens immer joggen gegangen und hab mich danach einfach super gefühlt und bin ganz anders in den Tag gestartet. Wobei ich auch morgens gerne schon mal ein High Intensity Intervall Training (HIIT) mache um richtig wach zu werden und den Espresso Shot mit einer Runde HIIT ersetze.

Meine Yogapraxis am Morgen liegt bei ca. 30- 40 Minuten. Hier starte ich mit Mobilisationsübungen und lasse mich dann einfach treiben und schaue, was mein Körper gerade braucht. Sonnengrüße sind immer eine gute Möglichkeit in den Tag und in die Yogapraxis zu starten. Du kannst dich aber auch an anderen Yogastilen orientieren, die eine festgelegte Asanareihenfolge haben wie Sivananda Yoga, Ashtanga Yoga oder auch Jivamukti Yoga.

Ich mache zurzeit sehr gerne zum Aufwärmen die “Magic Ten” aus dem Jivamukti Yoga. Es sind 10 Yogaasanas, die 10 Atemzüge lang gehalten werden.

Pranayama

Meine Atemübungen sind angelehnt an die Rishikesh Reihe des Sivananda Yogas, wie ich es in meiner damaligen Ausbildung gelernt habe. Ich starte zuerst mit 3 Runden Kapalabhati und danach mache ich einige Runden Wechselatmung (Nadi Shodana mit Atemverhalt), mache ich nach Gefühl. Da setze ich mir kein Zeitlimit. Und auch ob ich es vor oder nach der Mediation mache oder vor oder nach der Yogapraxis ist bei mir wirklich verschieden.

 

Wie gesagt, mal starte ich mit Meditation und anschließender Bewegung in den Tag und mal beginne ich mich erst zu bewegen und meditiere im Anschluss.

 

Wie kannst du anfangen DEIN Morgenritual zu entwickeln?

Du solltest keine “Routinen” oder Rituale von anderen übernehmen! Jeder Mensch ist anders und jeder braucht etwas anderes. Finde heraus, was du für ein Typ bist. Brauchst du es genauso frei und offen wie ich oder brauchst du eine klare Struktur, die immer diesselbe Reihenfolge hat? Brauchst du mehr Entspannung und Meditation im Alltag oder fehlt dir die Bewegung weil du vielleicht 8 Stunden vor dem Rechner sitzt?

Und auch jeder Tag ist anders. Unter der Woche brauchst du vielleicht etwas anderes als am Wochenende. Spür da in dich hinein und lass dir Zeit mit der Veränderung. Nimm vielleicht erstmal nur einen Baustein in deinen Morgen hinein. Vielleicht 20 Minuten Bewegung, ob Yoga, Mobility, Spazierengehen, Joggen gehen etc. es ist erstmal egal, finde da das was für dich am besten passt. Und dann zieh es einen Monat durch. Jeden Morgen. Denn nach einem Monat denkst du nicht mehr darüber nach. Es ist zur Gewohnheit geworden und gehört zu dir. Und dann nach einem Monat oder zwei kommen vielleicht Atemübungen hinzu und dann die Mediation oder Journaling. Baustein für Baustein. Schritt für Schritt und beobachte, nimm wahr, was es mit dir macht. Und wenn dir etwas nicht gut tut dann ersetze es. Für die Meditation möchte ich dir nochmal ans Herz legen Geduld zu haben. Liebevoll und achtsam mit dir zu sein und nichts verkrampft erzwingen zu wollen oder dich zu verurteilen, weil es erstmal nicht klappt. Nimm den Druck raus, fange klein und langsam an.

 

Was hat sich verändert?

Auch für mich war es schwer anzufangen und dranzubleiben. Gerade am Morgen ist es manchmal schwer sich aus dem Bett zu quälen und an sich zu arbeiten. Aber der Gedanke, dass ich es für mich tue, dass ich mir, meinem Körper, meinem Geist und meiner Seele etwas schenke, hat so gut getan. Ich mache es nur für mich, nicht für jemand anderen. Durch die 1-1,5 Stunden am Morgen, die ich mir schenke fühlt sich der Tag viel schöner und positiver an.

Affirmationen, positive Gedanken zu setzen brauchen Zeit zum Wachsen, zum Blühen. Aber ich glaube, das Dranbleiben wird sich lohnen. Es kommen auf jeden Fall jetzt schon nicht mehr so viele negative Gedanken und Gefühle auf und wenn dann verliere ich mich nicht darin sondern kann sie schneller auflösen.

Mindset is everything.

 

Ich hoffe, mein Morgenritual hat dich etwas inspiriert, nimmt dir den Druck & lässt dich kreativ werden DEIN Morgenritual zu entwickeln.

Viel Spaß dabei!

 

Namasté, deine Lisa

 

 

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