Kathmandu, Pokhara & Chitwan

Kathmandu, Pokhara & Chitwan

Nepal liegt zwischen Indien und Tibet und ist für sein Himalayagebirge, mitunter dem Mount Everest, bekannt. In Nepal zahlt man mit nepalesischen Rupien und es herrscht Linksverkehr. Der Hinduismus und der Buddhismus sind stark vertreten und prägen dieses Land.

Wie könnte ich ein Land nicht lieben, welches mich schon mit Namasté begrüßt. Namasté ist einfach eine Grußformel, die der Yoga aufgegriffen hat. In jeder Yogastunde wirst du mindestens einmal mit Namasté begrüßt oder verabschiedet, warum mir Namasté und auch Nepal irgendwie so vertraut sind. Auch die verschiedenen Götter, die im Hinduismus eine zentrale Bedeutung haben, findest du im Yoga wieder. Mir war das Land auf jeden Fall gleich sehr vertraut und sympathisch.

Ich bin von Frankfurt über Abu Dhabi nach Kathmandu geflogen. Dort habe ich dann am Flughafen mein Visum beantragt und die Einreise war problemlos. Ich habe die Menschen, nicht nur in Kathmandu sondern in ganz Nepal, als sehr freundlich, höflich und respektvoll empfunden.

In Kathmandu habe ich dann Geld gewechselt, denn das geht in Nepal nur vor Ort. Es ist auch immer ratsam Dollarnoten dabei zu haben.

 

Stadtführung

An meinem ersten richtigen Tag in Kathmandu habe ich eine Stadtführung bekommen. Es war so interessant die labyrinthartige Stadt Kathmandu zu erkunden mit ihren vielen Tempelanlagen.

In einem Laden habe ich von einer jungen, netten, nepalesischen Frau eine kostenlose Klangschalen- Energie- Reinigung bekommen. Sie verkauft in ihrem Laden ganz viele verschiedene Klangschalen. Durch die Vibration der Klangschale soll negative Energie aus meinem Körper gezogen werden, sodass positive Energie Platz hat. Sehr interessant und sehr intensiv die Vibration im ganzen Körper zu spüren. Für mich war es so anziehend, weil man ab und zu auch im Yoga mit Klangschalen arbeitet und für mich dies aber noch ein sehr neues und unbekanntes Feld ist.

 

Fasziniert hat mich eine Frau, die vor einer riesen Leinwand saß und mit einer Engelsgeduld ein Mantra ausgemalt hat.

Das Besondere an Nepal…

Besonders haben mich die Menschen in Nepal fasziniert. Ich hab sie so gerne beobachtet und angeschaut. Wie auch umgekehrt. In Kathmandu und in Pokhara wurde ich von Nepalis angesprochen, ob ich nicht ein Foto mit Ihnen machen könne. Zum einen lag es vielleicht daran, dass ich mit meinen 1,74m größer als die meisten Nepalis bin (auch Männer), dass ich zu der Zeit viele kleine geflochtene Zöpfchen hatte und vielleicht die Tatsache, dass ich weiß bin. Aber ich muss sagen, ich wurde immer sehr höflich und respektvoll gefragt. So eine Situation hatte ich noch nie und war mir neu und ich war auch immer leicht überfordert mit der Menschentraube, die sich besonders in Pokhara, gebildet hat.

Pokhara

Von Kathmandu nach Pokhara sind es 200km und man fährt tatsächlich 5,5 -6h dorthin einfach weil die Straßenverhältnisse dementsprechend sind. Mit dem öffentlichen Bus wahrscheinlich noch etwas länger.

Von Pokhara aus starten viele Trekkingtouren, wie auch meine siehe hier.

Pokhara ist eine sehr belebte Stadt.

In Pokhara sind wir mit einem Boot über einen See gefahren und sind vom anderen Ufer aus zu einer Pagoda gelaufen. Es war ein schöner Wanderweg, der auch bergauf führte. Oben angekommen haben wir eine wirklich große und mächtige Pagoda, die Peace Pagoda, bestaunen dürfen. Es war etwas touristisch dort aber nicht weniger schön.

Abends wurde dann in einem Restaurant eine traditionell nepalesische Show geboten. Mein absolutes Highlight. Es wurde gesungen und getanzt in traditionellen Kostümen. Dies hat total das Lebensgefühl der Nepalis widergespiegelt: fröhlich, gut gelaunt, offen.

Chitwan

Von Pokhara kann man gut nach Chitwan fahren. Chitwan liegt im Süden Nepals und ist ca.150 km und 4h Autofahrt von Pokhara entfernt. Hier ist es auch etwas wärmer.

Chit = Herz

Wan = Wald

Ich bin total beeindruckt von der Natur. In Chitwan bzw. der Unterkunft (Unique Wild Resort) ist es total grün und es hat irgendwie etwas von Dschungel. So hätte ich mir Nepal niemals vorgestellt.

Nach dem Einchecken haben wir Chitwan zu Fuß erkundet, bevor es am Tag drauf in den Dschungel gehen sollte. Uns wurde gesagt, dass wir Elefanten anschauen gehen und ich stellte mir natürlich irgendeine Auffangstation für kranke oder verletzte Elefanten vor aber mich erwartete etwas ganz anderes.

Ich sah angekettete Elefanten. Ich sah Elefanten Gras schleppen. Elefanten haben Touristen transportiert. Mir wurde erklärt, dass Elefanten hier wie Haustiere gehalten werden, dass Elefanten auch als Arbeitstiere benutzt werden. Und mir brach es mein Herz! Das Tiertourismus (Elefantenreiten, Elefanten füttern etc.) absolut nicht akzeptabel ist ist ja wohl klar aber das wilde Tiere ausgenutzt werden um Arbeiten zu verrichten oder das sie auf engstem Raum als Haustiere genutzt werden war mir nicht bewusst. Elefanten sind wilde Tiere, die gehören in die Freiheit und in den Dschungel und nicht ausgebeutet und angekettet in viel zu kleinen Stallungen. Und ich zeige es hier ganz bewusst auf meinem Blog weil ich möchte, dass wir noch sensibler für solche Themen werden. Es geht nicht, dass man sich neben ein angekettetes Tier stellt und Selfies macht!

Das verrückte war aber, dass Hunde neben uns auf der Straße frei liefen und Elefanten und Ziegen angekettet wurden. Verkehrte Welt!

Kulturprogramm

Nachdem ich die Bilder, Emotionen und Eindrücke etwas habe sacken lassen ging es abends noch in ein Kulturzentrum, in dem auch wieder traditionelle Tänze und Gesänge aufgeführt wurden. Diese Ablenkung hat gut getan, obwohl mich das Thema doch noch immer sehr beschäftigt, muss ich zugeben.

In dem Kulturzentrum haben im Wechsel Frauen- und Männergruppen ihre Tänze aufgeführt. Es war so beeindruckend und die Stimmung war echt super. Besonders wurde ein Tanz gefeiert, der Peacock- Tanz (Pfauen- Tanz).

Beim Abschlusstanz wurde das Publikum aufgefordert auf die Bühne zu kommen und mitzutanzen und mitzufeiern, was erstaunlich viele gemacht haben. Diese Lebensfreude und positive, herzliche Art der Nepalis ist echt bewundernswert.

River Boat Tour & Dschungel Walk

Nach dem gestrigen Tag war ich heute wirklich gespannt, was mich auf der Safari erwarten würde. Wir haben morgens eine 35 minütige River Boat Tour gemacht. Trotz Nebel war es wunderschön. Wir haben viele, viele Krokodile gesehen und man hat die Vögel zwitschern hören – es war so entspannend.

Danach sind wir noch 2h durch den Dschungel gelaufen. Also wirklich durch den Dschungel. Wir waren abseits der gewohnten Wege -natürlich mit einem Nature Guide- und haben nach Tieren Ausschau gehalten. Nur wenige Meter neben uns ist nach ca. 45 Minuten Suche das erste und einzige Nashorn an uns vorbeigelaufen. Es war natürlich etwas versteckt im hohen Gras aber es war beeindruckend. Weitere Tiere haben wir leider nicht gesehen.

Jeep Safari

Nach dem Mittagessen war noch eine 4- stündige Jeep Safari geplant. Aus den ursprünglichen 4 Stunden wurden 5 Stunden, denn mitten im Urwald gab unser Jeep den Geist auf, sodass wir auf einen neuen Wagen warten mussten.

Ich hatte mir etwas mehr von der Jeep Safari versprochen als vom Fußmarsch am Vormittag. Mir wurde erzählt, dass alle möglichen Tiere in diesem Nationalpark leben. Von Bären über Tiger, Leoparden, Nashörner, Rehe, Elefanten bis hin zu Adlern und Eidechsen.

Tatsächlich haben wir keine Tiger und Leoparden gesehen, dafür war es wahrscheinlich die falsche Tageszeit. Erstmal haben wir auch ganz lange nichts gesehen bis wir dann nach unserer Jeeppanne das erste Nashorn gesichtet haben. Darauf folgte eine Herde Rehe und eine große Eidechse. Zwei Bären haben wir ganz zum Schluss auch noch gesehen.

Nach 2 Stunden Jeepsafari haben wir Halt gemacht in einer Krokodil-Auffangstation oder vielleicht war es auch eine Aufzuchtstation, denn dort gab es wirklich von den kleinsten Krokodilen bis hin zu den größten Krokodilen alles mögliche. Ich fand die Haltung natürlich wieder nicht artgerecht aber ich bin bei diesem Thema auch sehr sensibel und achte sehr bewusst auf das Wohl des Tieres, des Lebewesens.

Ich fand den Ausflug aber trotzdem schön. Mich bringt sowas immer in`s Nachdenken, mehr als andere Teilnehmer oder “Konsumenten” einer solchen Safari aber ich bleibe mal mit meinen Gedanken dazu noch bei mir 🙂

Fazit

Ich schreibe gerade dieses Fazit hier in Kathmandu und ich muss sagen, hier ist es wahnsinnig laut und es stresst mich total. Nach der Abgeschiedenheit in den Bergen und der Ruhe in Chitwan kann ich diesen Lärm und den Großstadttrubel von Kathmandu kaum aushalten.

Nichtsdestotrotz hat mich Nepal positiv beeindruckt und hinterlässt positive Erinnerungen und Spuren. Wenn du die Natur, die Ruhe, die Abgeschiedenheit, die Berge genauso liebst wie ich und manchmal etwas Großstadttrubel nicht schlecht findest dann empfehle ich dir wärmstens diesen Trip oder Nepal an sich. Dieser Trip hängt mit dem Himalaya Trekking Trip zusammen und habe ich über backpackerpack gemacht. Für mich hat backpackerpack ein tolles Angebot, abwechslungreich und spannend. Zusätzlich ist das Preis- Leistungs- Angebot einfach toll. Du kriegst für “wenig” Geld viel. Auch die Garden Route habe ich schon mit backpackerpack gemacht und war so beeindruckt.

 

Viel Spaß beim Nachreisen,

Lisa

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