Rishikesh

Rishikesh

Rishikesh ist eine Stadt im Norden Indiens, am Fuße des Himalayagebirges und durch Rishikesh fließt der Ganges. In Rishikesh leben ca. 70.000 Einwohner und die Stadt wird jährlich von etlichen Touristen, Pilgern und Yogaanhängern besucht. Rishikesh wird auch als die “Yoga- Hauptstadt” bezeichnet.

Und auch mich hat es aus diesem Grund nach Rishikesh gezogen. Und ich muss sagen, die Stadt hat einen ganz besonderen Vibe. Für mich hat diese Stadt irgendwas heiliges. Überall wird gesungen und gebetet. Es werden Zeremonien abgehalten und es gibt unzählige Tempel und Ashrams. Unzählige Menschen, die in orangenem Gewand umherlaufen, und Anhänger von Gott Shiva sind und diesem Gott ihr Leben verschrieben haben.

 

Was gibt es in Rishikesh zu entdecken und zu erleben?

Man muss nicht religiös oder spirituell sein um Rishikesh zu besuchen. Neben den unzähligen heiligen Stätten kannst du in Rishikesh auch viele Outdoor Aktivitäten erleben. Neben Camping kannst du Trekkingtouren im Himalaya machen, kannst auf dem Ganges eine Raftingtour machen oder auch einen Bungee Sprung wagen.

Mich haben aber doch mehr die heiligen Tempel und Ashrams interessiert weil mich fremde Kulturen faszinieren und ich neue Kulturen und Religionen erleben und entdecken möchte.

Sivananda Yoga, welches ich 2017/2018 kennenlernte, brachte mir auch den Bezug zu Rishikesh. Ich habe bzw. musste im Rahmen meiner Yogalehrerausbildung immer die sogenannte “Rishikesh-Reihe” praktzieren (hier kommst du zum Sivananda Yoga Beitrag). Und irgendwie wurde ich dann auch mal neugierig und wollte mir diese Stadt Rishikesh selbst anschauen…

Laxman Jhula & Ram Jhula

Jhula heißt Brücke. Beide Hängebrücken sind Wahrzeichen von Rishikesh. Laxman Jhula ist die ältere Brücke und wurde um 1927/1929 erbaut. Ram Jhula wurde später erbaut im Jahre 1986. Ram Jhula ist größer als Laxman Jhula und hat eine Spannweite von 230m. Über die Ram Jhula dürfen auch Roller und Motorräder fahren. Beide Brücken führen über den Ganges und verbinden Stadtteile miteinander.

Hinter der Laxman Jhula liegt eine ganz nette Saga. Man sagt, dass die hinduistische Gottheit Lakshmana den Ganges an Juteseilen überquerte, an denen die Brücke gebaut wurde.

Tera Manzil Temple oder auch Trayambakeshwar Temple

Mir gefällt dir dieser Tempel einfach sehr gut aufgrund seiner Architektur. Ich finde ihn sehr beeindruckend. Er hat 13 Stockwerke. In diesem Tempel wird nicht nur ein Gott verehrt und angebetet sondern ganz viele verschiedene Götter und Göttinnen finden hier ihren Platz. Und auch das mag ich sehr im Hinduismus, es gibt nicht nur den einen, einzigen, wahren Gott. Es gibt viele verschiedene Götter und auch Göttinnen. Ich finde das eine sehr moderne Form von Religiösität. Natürlich hat auch jede Gottheit ihre Anhänger aber es dürfen mehrere Götter und Göttinnen nebeneinander existieren – quasi ein Leben in Harmonie und nicht in Abgrenzung.

Für gewöhnlich kann man Tempel jederzeit besuchen außer er ist aus bestimmten Gründen für bestimmte Personengruppen geschlossen. Mein erster richtiger Tempelbesuch war sehr interessant und sehr anders. Sehr anders einfach in Bezug auf meinen christlichen Glauben und in Bezug auf einen Kirchgang.

Ich musste zuerst Schuhe und Socken ausziehen, erst dann durfte ich den Tempel betreten. Jeder bringt der Gottheit auch immer Opfergaben mit. Diese Opfergaben (Blumen, Früchte…) werden dem zuständigen Priester übergeben, der diese Gaben segnet und einen Teil dieser Gaben bei der Gottheit lässt. Danach zündet man noch Räucherstäbchen an und viele lassen oft eine zusätzliche Opfergabe in Form von Geld da. Das muss man aber nicht!

Ashram

Ashrams sind klosterähnliche Meditationszentren. In ihnen leben aber auch Anhänger einer spirituellen Lehre, die sich von ihrem Guru, also dem Leiter des Ashrams, lehren und unterweisen lassen. Aber auch als “Westler” kannst du für einige Zeit in einem Ashram leben. Das Ashramleben kannst du aber nicht mit einem Low Budget Urlaub gleichsetzen. Im Ashram MUSS gemeinnützige Arbeit für die Gemeinschaft geleistet werden: Klo putzen, Bäder wischen, kochen, Gartenarbeit, “Hausmeistertätigkeiten” etc. Zudem ist dein Tagesablauf eher fremdbestimmt und du richtet sich an feste Zeiten und Rituale. Mitten in der Nacht um 374 Uhr aufzustehen ist da eher die Regel als die Ausnahme um sich dann im heiligen Fluss zu reinigen und um anschließend zu meditieren oder zu beten. Zeiten in absoluter Stille gibt es auch.

Folgend möchte ich dir ein paar Ashrams vorstellen, die ich mir in Rishikesh angeschaut habe.

 

Swarg Ashram – der älteste Ashram Indiens
Der Beatles Ashram- Chaurasi Kutia- der berühmteste Ashram

In den 60er Jahren waren die Beatles in Rishikesh in einem Ashram um eine transzendentale Meditation von Maharishi Mahesh Yogi zu erlernen.

Der Eintritt in diesen Ashram kostet zwischen 7 & 8 Euro. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Parmarth Niketan- der größte Ashram

Dieser Ashram hat Platz für 1000 Anhänger. Parmarth Niketan ist auch Veranstalter eines sehr großen Yogafestivals, welches im März stattfindet und über mehrere Tage geht.

Ich habe dort vor dem Parmarth Niketan am Ufer des Ganges eine heilige Zeremonie miterleben dürfen. Geheiligt und verehrt wurde der heilige Fluß Ganges in der gleichnamigen Zeremonie “Ganga Aarti”. Ich kann das jedem nur empfehlen einmal mitgemacht und erlebt zu haben. Auch ich habe nicht wirklich viel verstanden, um was es geht und was sie singen aber es geht auch viel mehr um die Stimmung. Um die Energien, die dort fließen und schwingen. Um zu sehen, wie heilig den Menschen ihr Glaube ist und wie bewegend das auch manchmal sein kann.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind:

  • Neelkanth Mahadev Tempel: heilige Wohnstätte von Lord Shiva auf 1670m Höhe und ca. 12km von Rishikesh entfernt
  • Neer Garh: ein Wasserfall
  • Rishi Kund: heiße Wasserquellen

 

Ich möchte auf jeden Fall noch einmal nach Rishikesh kommen, denn die Atmosphäre hat mich einfach so beeindruckt. Zudem habe ich einige Dinge nicht geschafft mir anzuschauen (siehe obige Liste) und diese habe ich mir sozusagen aufgehoben für den nächsten Besuch. Vielleicht ja auch für ein Yogaretreat, welches von mir für dich geleitet wird 🙂

 

Lisa

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