10 sichere Anzeichen, dass du WIRKLICH Yoga praktizierst

10 sichere Anzeichen, dass du WIRKLICH Yoga praktizierst

“Yoga ist die Reise des Selbst,

durch das Selbst

zum Selbst.”

die Bhagavad Gita

Als ich mit Yoga anfing, wusste ich noch nicht, wie sehr es mein Leben verändern wird und (positiv) auf den Kopf stellen wird. Heute, ein paar Jahre später, kann ich mir ein Leben ohne Yoga, und damit meine ich nicht nur Asanas, gar nicht mehr vorstellen. Wenn du auch regelmäßig Yoga praktizierst wirst du wissen was ich meine 🙂 Wenn du noch mit Yoga haderst oder noch nicht so regelmäßig praktizierst wirst du bestimmt nach den folgenden Punkten noch entschlossener dranbleiben oder auch selbst mit Yoga beginnen. Gib Yoga eine Chance! Es lohnt sich 😉

Du legst Pausen ein

Bevor ich Yoga praktiziert habe, habe ich in meinem Alltag selten Pausen eingelegt. Nach der Arbeit bin ich zum Sport gehetzt, dann zum Einkaufen… und am Wochenende war ich viel unterwegs: City Trips, feiern… Ich hatte sprichwörtlich keine Zeit zum (auf-) atmen. Mit Beginn der Yogapraxis hat sich dies geändert. Zum Glück! Ich bin jetzt viel gelassener, geerdeter und vor allem achtsamer. Aber auch während des Yoga praktizierens habe ich gelernt zu pausieren. Früher war ich noch viel ehrgeiziger und dachte, ich muss jetzt unbedingt diese herausfordernde Asana schaffen am besten noch 3x ein Rad (Rückbeuge “urdhva dhanurasana”) “turnen” und im Nachgang den Handstand anhängen. Heute bin ich immer noch ehrgeizig aber viel weniger verbissen. Dieses Gefühl Mithalten-zu-müssen in einer Yogastunde habe ich nicht mehr. Wenn ich mal keine Kraft mehr habe für einen Handstand etc. dann lege ich eine Pause ein. Was soll`s?! Im Yoga geht es darum auf seinen Körper zu hören und nicht zu performen (auch wenn es manchmal ganz schön ist).

 

Stell dich deinen Ängsten

Es gibt einen Unterschied zwischen dem Überspringen einer Haltung weil ich mich ausruhen muss und dem Überspringen einer Haltung aus Angst. Die größten Durchbrüche im Leben beginnen beim Lernen am Rande unserer Komfortzone. Wenn du dich zurückziehst, bevor du es überhaupt probiert hast, lernst du nie zu was du alles fähig bist.. Du entwickelst nie das Selbstvertrauen ein Risiko einzugehen! Herauszufinden wozu dein Körper alles in der Lage ist, Vertrauen in deine Fähigkeiten zu entwickeln und in deine Kraft zu kommen ist ein unglaubliches Gefühl. Du sollst dich nicht kopflos ins Risiko bzw. in Haltungen stürzen und dich möglicherweise verletzen. Du sollst Schritt für Schritt deine Grenzen weiter stecken, mutiger werden, hinfallen- aufstehen und Krone richten. Wir sind soviel stärker als wir glauben. Lass deinen Kopf nicht in die Quere kommen.

 

Du begreifst “Einheit”

Samadhi oder “Einssein” meint im Yoga, wenn man keine Trennung mehr zwischen sich und der Welt spürt und sieht. Es ist DAS große “Ziel” im Yoga. Manche sagen auch, dass wenn man Samadhi erreicht, ist man erleuchtet. Ich weiß es nicht, ich habe es noch nicht erreicht und ich habe noch nie jemanden getroffen, der es erreicht hat 🙂 Was ich aber weiß, ist wenn du tiefer in die Yogaphilosophie und die Yogapraxis eintauchst nimmst du Bedürfnisse anderer bewusster wahr. Du entwickelst Einfühlungsvermögen und Liebe für andere weil wir verstehen, dass wir ein und dasselbe sind.

 

Du bist offener & neugieriger

Ich hab durch die Yoga- Praxis mehr Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein bekommen. Und dies hat sich auf meine Reiseleidenschaft ganz stark ausgewirkt. Ich habe mich endlich getraut auch mal alleine zu verreisen, bin offener und neugieriger geworden. Ich hatte und habe unglaublich viel Freude daran neue Kulturen, neue Länder und andere Sitten und Bräuche kennenzulernen. Das schlägt sich auch auf meine Yogapraxis nieder. Neues wagen, die Matte verlassen und auch mal außerhalb der Matte ganz spielerisch praktizieren. Neue Flows kreieren und “Unmögliches” wagen. Aber auch in Sachen Akzeptanz und Toleranz bin ich viel weiter geworden, durch die Yoga- Praxis und durch`s Reisen. Mein Motto: Leben und leben lassen! Aber auch neugierig bleiben und andere Lebensformen ausprobieren und hinterfragen.

 

Du lernst aus jeder Klasse etwas

Gibt es schlechte Yogaklassen? Ja und Nein. Seitdem ich ausgebildete Yogalehrerin bin fallen mir natürlich ganz andere Dinge in einer Yogaklasse auf, wie z.B. der Aufbau einer Klasse, die Playlist, der rote Faden, die Sprache des/der Yogalehrer/in etc. Aber mal ganz davon abgesehen kann ich doch nur davon profitieren, auch wenn der Unterricht eines/r Yogalehrers/in nicht meinem persönlichen Geschmack trifft. Ich finde, offen und neugierig zu sein unglaublich bereichernd für die eigene Yogapraxis. Andere Yogastile auszuprobieren und für sich nur die Rosinen rauspicken für die eigene Homepraxis ist doch fabelhaft. Oder auch einen neuen Impuls und Denkanstoß mitzubekommen, obwohl ich den Unterricht vielleicht ganz anders aufgebaut hätte ist doch so bereichernd. Viele Wege führen nach Rom. Oder vielleicht lernst du neue Techniken kennen, die auf den ersten Blick nicht so deins sind aber vielleicht brauchst du nur einfach etwas mehr Zeit um damit vertraut zu werden, ganz nach dem Motto “Gib Yoga eine Chance!”

 

Du bist dankbarer

Einer meiner größten #gamechanger (Veränderer) meiner Yogapraxis war der Beginn meines Dankbarkeitstagebuchs. Und auch wenn du nicht jeden Tag ein Dankbarkeitstagebuch führst, versuche mal direkt nach dem Aufwachen 3 Dinge zu finden, für die du dankbar bist. Oder auch vor dem Einschlafen, lass deinen Tag Revue passieren und finde 5 Dinge, die du heute geschafft hast und/oder für die du dankbar bist. Das hebt deine Stimmung an. Du wirst positiver. Achtsamer. Bewusster.

 

Du bist bewusster

Nicht allein nur durch die Dankbarkeitspraxis wirst du bewusster. Allgemein wenn du einfach regelmäßig Yoga praktizierst fallen dir Kleinigkeiten viel mehr auf. Dein Bewusstsein wird angestoßen und im besten Fall noch durch eine/n guten Yogalehrer/in erweitert. Dich interessieren plötzlich Themen über die du früher gar nie nachgedacht hast besonders hoch im Kurs stehen hier Umweltthemen und Soziales Miteinander.

 

Du fängst an Meditation zu mögen

Wenn deine tägliche Dosis Meditation nicht mehr zu ersetzen ist dann bist du schon ganz tief in der Yoga- Praxis drin. Asanas (Körperhaltungen) sind nur ein Mittel um den Geist zu beruhigen und eine Art Vorbereitung um in der Meditation gut sitzen zu können. Asanas allein sind nicht Yoga, das verwechseln leider viele. Meditation und Pranayama (Atemübungen) werden als der wichtigste Teil einer Yoga- Praxis angesehen.

Ich habe hier auch schonmal einen Artikel zum Thema Meditation geschrieben, geeignet nicht nur für Meditationsbeginner 🙂

 

Du bezeichnest Yoga als Lebensstil

Dein Umfeld sieht eine Veränderung in dir. Du bist gesünder, fitter, geerdeter, schöner und strahlender als noch vor 6 Monaten. Deine Freunde wollen wissen, worum es bei dieser “Yoga- Sache” geht. Vor 6 Monaten hättest du ihnen noch erzählt, dass es nur darum geht, in den Unterricht zu gehen und flexibler und stärker zu werden. Heute berichtest du von den Vorzügen eines Dankbarkeitsjournals, empfiehlst Bücher, teilst gesunde Rezepte und ermutigst sie sich gemeinsam zu einer Wohltätigkeitsveranstaltung anzumelden. Du berichtest, wie du dich geerdeter fühlst, energiegeladener und deine Emotionen besser deuten und mit ihnen besser umgehen kannst. Für dich ist Yoga zum “Lifestyle” geworden!

 

Yoga ist eine Reise der Höhen und Tiefen und das ist auch gut so!

Du weißt, dass Yoga keine schnelle Lösung ist und schon gar kein Allheilmittel. Du verstehst, dass je mehr du akzeptierst, wo du dich gerade befindest und dein Vertrauen in die Praxis setzt, desto mehr kannst du dich darin entspannen und dich in deiner eigenen Zeit entfalten. Und dann passiert etwas Magisches: du lässt los und deine Praxis beginnt zu wachsen!

 

Namasté,

Deine Lisa

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